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Lac de Fischercamp Thermenland

Fischercamp Thermenland TeichGeschrieben von Mandi

Morgens sechs Uhr in Hallein…

…bestiegen Jasmin und ich unser stählernes Gefährt und begaben uns in Richtung Großwilfersdorf/ Fürstenfeld um die Jagd nach unseren beschuppten Freunden aufzunehmen. Nach gemütlichen 3 Stunden im Auto und einen Zwischenstopp beim Lebensmittelmarkt mit Hausverstand, konnte das Errichten unseres Tackles beginnen. Der vom Wetterfrosch angekündigte Sonnenschein lies nicht lange auf sich warten. Nachdem wir das Zelt samt Überwurf auf Platz 2 aufgebaut hatten, blickte sie das erste Mal zwischen den Wolken hindurch. "Juhu, die Sonne kommt", sagte Jasmin als sie mir half die Montagen mit dem Futterboot auf die gewünschten Spots zu bringen. Nachdem wir beide letztes Jahr am Bergteich Stellung bezogen hatten und sie mir das ganze Jahr beim Reden über das Carphunten zuhören darf/muss *grins*, kennt sie sich schon hervorragend aus.
Boilies, Stopper, Backlead, Montagen, Inline Blei etc. alles kein Problem für meine Maus.
Da es erlaubt ist mit 3 Ruten zu angeln, konnte ich wieder meine drei Lieblingködervarianten ans Haar hängen:

  • an Haar eins baumelte ein gelbes Fluo Solar Pop up + CS Fugo Boili
  • an Haar zwei hing eine Wohlschmeckende Maiskette + Tigernu
  • an Haar drei fand sich ein pinkes Fluo Solar Pop up + CS Bananen Boilie

Diese Ködervariationen fischte ich bis Donnerstagmittag durch, nur die Vorfachlängen hatte ich nach anfänglicher Scheu vor dem Schlamm verkürzt. Von ca. 30cm auf 18cm.

Kaum waren die Montagen an ihren Platz, rührten sich meine drei Rutenspitzen. Die Linke davon, weil ein kleiner Barsch meine Backleadschnur attackierte, die Rechte weil es zwei Libellen auf meiner Power Carp II Rutenspitze trieben und die Mittlere, naja, wenn die beiden Äußeren sich bewegen hält sich die mittlere auch nicht mehr ruhig.

Der restliche Nachmittag blieb sowohl bei uns  als auch bei den anderen beiden Anglern am Teich ohne Run. Also vergnügten wir uns mit Karauschen zupfen und Sonnenbaden. Um ca. Mitternacht der erste Pieps, kurzer Blick auf den Delkim und weiter gings ans Mützen. Kurz nach 1 Uhr, die Lichter meines grünen Delkims begannen zu leuchten und ein Dauerton kam aus dem Reciver, mit Schwung in die Crocs und ab zum Fisch. Als ich Kontakt aufnahm, war das Vergnügen auch schon wieder vorbei. Schnurschwimmer wie´s scheint. Also zurück zum Start, Ruten raus und ab auf die Liege. Um 02:30 Uhr erneuter Dauerton des grünen Delkims. "Es hatte sich das Anfüttern auf der Schotterbank am anderen Ufer ausgezahlt", dachte ich mir als ich zur Rute lief. Kontakt zum Fisch und der Fisch nahm Schnur, Schnur und Schnur. "Jawohl, ein ordentlicher Karpfen ist dran". Kaum gedacht und weg war er. Wie sich beim checken der Montage herausstellen sollte, fehlte die Montage, unfassbar ärgerlich.

It´s raining again

Müde und verärgert über die zwei verloren Fische kochten wir uns einen Kaffee und bestaunten das herrliche Regenwetter das sich bis auf ein paar Lichtblicke über den ganzen Tag über ausdehnte. Kurz gesagt gab es nichts aufregendes, bis auf das Jasmin und ich ab Karausche 50 das Zählen aufhörten.

Es geht doch

Nach dem sich die einzigen Sonnenstrahlen des Dienstagabends hinter den Bäumen versteckt hatten, bekam ich erneut einen Run. Dieses Mal leuchtete mich beim Lauf zum Rod Pod der gelbe Delkim mit Fugo drauf an, ein schöner Schuppi mit knappen 9 kg fand sich im Keschernetz wieder. Fotoshooting ala Topmodel und ab ins kühle Nass. Keine Stunde später folgte ein weiterer Schuppenträger mit 5,5 kg. Der Druck war von mir, ich beherrschte das Fischen doch noch und die Ehre war gerettet, auch Jasmin konnte sich freuen und wir konnten uns mit ruhigem Gewissen wieder auf die Liegen legen.

Besuche am Tag und zu Nacht

Nicht nur die beschuppten Unterwasser Freunde besuchten uns, sondern auch gefiederte  Freunde, quakende Freunde, kleine Fellhäufchen und nicht zu vergessen, unsere länglichen Freunde mit gespaltener Zunge. Kennt´s eich aus?

Aber jetzt läufts

Mittwochmorgen packte mein Nachbar auf der linken Seite seine sieben Sachen und machte mir den Platz frei um mich mit meinen Ruten noch besser zu verteilen.
Da ich die zwei Tage davor genügend Zeit hatte, das Wasser zu beobachten, fiel mir immer wieder auf, dass sich entlang der Baumreihe ständig Fische tummelten und auf ca. 150m Entfernung so ein bisschen halb links sich gegen späten Vormittag und Nachmittag auch die Fische rollten.

Kaum waren die Ruten meines Nachbarn an Land, beluden wir das Futterboot und ab ging's zu den Spots. Eine Stunde, nachdem wir mit der letzten Rute fertig waren, fuhr der Erste schon ab, und wieder ein schöner Spiegler mit knappen 9 kg. Geht das noch besser?

Ja es geht noch besser, nicht nur das wir alle eineinhalb Stunden einen Run und daraus resultierend einen Drill und schöne Karpfen bekamen, es hatten auch einige Karpfen über 10 kg. Der Größte betrug immerhinn 13,80 kg und war ein langer, gesunder und schöner Schuppi, der das Laichgeschäft schon etwas länger als seine Kollegen hinter sich hatte.
Dementsprechend hatten Jasmin und ich alle Hände voll zu tun.

Gegen Nachmittag neigte sich das Futter (Mais, Hanf) dem Ende, doch zu unserem Glück half uns Mario, der Aufsichtfischer des Teiches mit einem Küberl Mais und Gerste
aus. Danke Mario! (Futtermangel, der Feind jedes Carphunters!)

Auch diese Nacht brachte wieder zwei Karpfen, die Sache war geritzt.
12 Stunden vor der Heimfahrt hatten wir 8 Karpfen auf der Haben-Seite, was sollte also noch passieren?

Das schönste kommt zum Schluss / Donnertag

Die Sonne zeigte sich von ihrer schönsten und strahlendsten Seite, ich fing an unser Zeug zusammen zu packen und das Auto zu beladen, da hörte ich meine holde Maid. Also ging ich zu ihr und schlug folgenden Deal vor: "Dama die Ruten raus, und don mochma an Kaffee, okay?". Sie willigte ein, also beluden wir das letzte Mal unser Futterboot mit Mais, Gerste, Hanf, Tigernüsse, CS-Boilies und Montagen und ab ging's durch die Mitte. Das Kaffeewasser brodelte, die Sonne knallte volle Kanne runter und das Abbauen nahm seinen Lauf. Kaum war der Kaffee trinkfertig hörte ich erneut meinen Delkim nach Aufmerksamkeit schreien. Ich kam und kümmerte mich um den Patienten der sich, wie es schien, einen Haken einzog. Nach unspektakulärem Drill zeigte sich eine Silber schimmernde Flanke an der Oberfläche, also sagte ich: "Schatzi, weißt du nu wos i dir über Amur gesagt hab?". Sie konnte sich noch sehr gut daran erinnern und so kam es, dass sich ein schöner Amur ins Keschernetz verirrte. Jawohl, ein krönender Abschluss, dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt. Erneut wunderschöne Bilder und mit viel geplantsche und zurück ins Element.

Klasse, so konnte der Urlaub aufhören, aber falsch gedacht!

Da waren wir Platt

Glück beim Fischen - Pech beim beladen, denn nachdem ich das Auto zum Platz fuhr, es belud und wieder zurück zum Parkplatz fahren wollte, merkte ich hinten links einen schönen platten Reifen. Wieder alles ausräumen, ach Schei**e noch eins. Wieder kam Mario und ein Bekannter mit helfender Hand, Ruck Zuck war der Reifen gewechselt. Auch an dieser Stelle noch mal ein kräftiges Dankeschön.

Um ein Ende zu finden, ich werde das Fischercamp Thermenland auf jeden fall wieder besuchen und freu mich schon darauf noch größere Carps zu fangen. Auch Jasmin hat es sehr gut gefallen, obwohl sie in diesem Sinne noch keine Carphunterin ist, aber hoffentlich bald eine wird.

Aufruf

An alle Frauen, die einen Fisch-verückten Angler zu Hause haben: Fahrt einfach mit, es wird euch sicherlich gut gefallen!

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Kommentare

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  • 20.03.2012 08:24carpfamily70@gmail.com

    fritz

    antworten

    Hallo,meine predators,toller bericht und können uns von der carpfamily euren Aufruf nur anschließen,denn bei uns sinds auch alle süchtig geworden sogar unsere kiddis immer mit dabei!mfg.fritz

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