In den Tiefen des Waldviertels, inmitten von Schilf, Bäumen und wildem Getier –„Oiso, wo Fuchs und Hehn guad Nocht sogn“ – das war unser Weg, unser Ziel, unsere Bestimmung: Bergteich Schönfeld!

Am Sonntag, den 15.8.2010 bis Donnerstag, den 19.8.2010 starteten Jasmin und Ich unsere Jagd auf die bzw. den dicken Bartelträger(n). Nachdem wir unser Sitzfleisch 4 Stunden mit der Fahrt von Salzburg ins Waldviertel gequält hatten, konnten wir um ca. 10 Uhr Wolfi am Teich begrüßen.

Nachdem er uns die Plätze zeigte und wir ein wenig getratscht hatten (Karpfenfischen hin, Karpfenfischen her, ihr kennt das ja) stand fest: „Setz ma uns in die Bucht“. Gesagt getan, wir fuhren auf die Bahnseite und luden unser Tackle aus. „So vü Zeig, des gibs jo ned!“

Über einen schmalen Bretterweg gelangt man auf den Steg, der zwar der Älteste von allen war, aber noch gut in Schuss ist. Er hat uns immerhin 4 Tage ausgehalten. ;-D

Wir bauten Zelt, Rod Pod, Pascheltisch (Würfeltisch) und Ruten auf und starteten gegen 16:30 Uhr das Fischen. Damit wir so wenig Lärm wie möglich machten, fuhren wir alle 3 Montagen mit dem Futterboot hinaus. Ein ganz angenehmer Vorteil war, dass man am Echolot vom Futterboot jedes Stückchen Untergrund und jede Tiefe genau sah.D

Also legte Ich die Ruten auf 1,4m, 1,6m und auf 1,8m ab und bestückte sie wie folgt: Die erste Rute süß, die zweite sauer und die dritte süß / sauer (noch ne Flühlingslolle?). Natürlich fischte ich wieder meine Hakenköder als „Schneemandl“.

Jasmin und Ich warteten, aßen und paschelten zusammen bis ca. 22 Uhr. Erschöpft von der Fahrt schrie die Liege nach uns, diesen Ruf mussten wir einfach folgen. Keine 2 Stunden später: Vollrun auf meiner linken Rute, die auf 1,4m Tiefe lag. „Tramhappat“ aus dem Zelt und zum Rod Pod. Kaum angeschlagen spürte Ich, dass es was Großes sein musste, also schrie ich ins Zelt: „Schatz!? Hüfst ma gach, i moan des is wos Großes“. Da stand mein Schatz und reichte mir Brille, Stirnlampe und Crocs, welche Ich vor lauter Stress im Zelt vergaß. 20 Minuten, viel Stress und einigen Nervenkitzel später konnten wir einen wunderschönen Schuppenkarpfen im Keschernetz betrachten. „Geil, des muas mei Personal Best sein!“. Ich hatte recht, der Zeiger der Waage pendelte sich auf 18 kg ein.

Nachdem der Fisch versorgt war schauten wir uns an und wussten: „Do drauf trink ma a Bier“und so stießen wir um 1 Uhr nachts an. An dieser Stelle einen Dank an Wolfi, der mir erlaubte den Karpfen im Karpfensack zu hältern. „A gscheits Büdl vom 18er muas scho sein!“

Am nächsten Morgen wurden ein paar schöne Pics gemacht und da schwamm er wieder weg. Time to say goodbye. Voller Stolz und Freude konnten die nächsten Tage kommen und um es kurz zu machen, sie waren nicht mehr ertragreich. Das Wasser wurde um 3 Grad kälter und so wanderteten die Karpfen in die tieferen Stellen des Sees, die ich von meinen Platz aus nicht mehr erreichbar waren.

„Shit Happens“

Ich war und bin trotzdem zufrieden und überglücklich über diesen schönen Karpfen. Zusammenfassend war der Urlaub mit meiner süßen Maus sehr schön und ich werde nächstes Jahr mit Sicherheit wieder kommen. Nicht zu vergessen sind Akkuschrauber, Schrauben und Beilag-Scheiben, da das Zelt am Steg angeschraubt wird.

Grüße Jasmin und Mandi