Vukovina Lake

Tag 1: Samstag

Nach dem ich Max mit den liebevollen Worten „Aufstehen“ geweckt hatte, machten wir uns um 2 Uhr Früh auf den Weg nach Kroatien. Um 7:30 Uhr trafen wir uns mit Peter Laki (cro-carp-fishing.com) und Marko (Aufsichtsfischer) zu einem Kaffee, keine 500m vom See entfernt. Wir tranken einen Kaffee, plauderten und dann ging’s ab ans Gewässer. Dort angekommen durften wir uns nach ausführlicher Einweisung und Tipps unsere Plätze aussuchen und schon wurde das Takle aufgebaut. Um 13 Uhr waren wir, inkl. Rutenauslegen, fertig und nahmen ein erfrischendes Bad im glasklarem Wasser.

Wir genossen den schönen Sonnenuntergang bei einer ordentlichen Portion Grillfleisch, um uns dann auf unsere Karpfenliegen zu legen, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Tag 2: Sonntag

4 Uhr Früh riss uns der Delkim von Max aus dem Schlaf und nach einem schönen Drill konnten wir uns über einen makellosen Spiegelkarpfen mit 18kg freuen. Dann wurde ein Foto gemacht, der Fisch in den Karpfensack eingesackt (ist am See erlaubt) und weitergeschlafen. Am Morgen wurden noch schöne Aufnahmen in der Morgensonne geknipst, um den Fisch wieder in sein Element zu entlassen. Um 22:30 Uhr konnte auch ich mich über meinen ersten kroatischen Spiegelkarpfen mit 17,5kg freuen. Das erneute Rauspaddeln mit der Montage und das Nachfüttern machte sich bezahlt.

Eine Stunde später den nächsten Spiegler mit 13kg zum Landgang überzeugen konnte. Jetzt gabs kein Halten mehr für mich und gleich noch einmal raus mit dem Zeug.

Tag 3: Montag

4:30 Uhr: Yesss, Hattrick! Mein dritter Fisch diese Nacht war wieder ein Spiegelkarpfen mit 15kg. Da hatten wir einen richtigen Hot-Spot gefunden, da im laufe der Woche 10 Bisse folgten.

Tag 4: Dienstag

Nach einer super Nacht mit drei Fischen, folgten bei jedem von uns ein Aussteiger in einem Krautfeld ca. 30m vor unserm Platz. Um 7:30 Uhr kam auch Alex am See an. Beim Aufbau und Rutenauslegen halfen wir zusammen und der Zeitvertreib bis zur Nacht konnte beginnen. Das bedeutete Essen, Würfeln, Kartenspielen, Schwimmen und wieder Kartenspielen, Würfeln, Essen usw. Um 11:30 Uhr dann der erste Biss. Leider verlor ich aber den Fisch in der Mitte des Sees. Ok, runterschlucken und wieder rein in unser neues Schlauchboot und die Montage mit ein bisschen Futter zurück auf den Platz. Während wir noch über den Grund des Aussteigers rätselten, folgte schon der nächste Run. Ein 15 minütiger Drill und dann 5m vor dem Ufer war der Fisch wieder weg (einer der ganz Großen?). So eine Schei schöne Bescherung, zwei hintereinander, das war hart. Außer einem Run bei Alex ohne Fischkontakt wars das leider für diese Nacht.

Tag 5: Mittwoch

Dieses Mal warteten wir mit dem Ausbringen unserer Montagen bis die Wasserskifahrer aufhörten zu fahren, da ich überzeugt war, dass die Verwirbelungen der Boote unsere Futterplätze zum Teil zerstörten. Scheinbar war es wirklich so, denn schon eine Stunde später konnte auch Alex sich über seinen ersten kroatischen Spiegelkarpfen mit 19,40kg freuen. Beim Ausloten des gegenüber liegenden Ufers ca. 200m entfernt, hatten wir eine sehr markante abgestufte Kante gefunden, auf der wir zwei Ruten ablegten. Max bekam schon um 21:30 Uhr einen Run, jedoch der Fisch schlitzte wieder beim Drill aus. Auch mir ging es 10 Minuten später genau so…

Mist! Waren 200m mit einer monofilen Schnur doch zu weit? Trotzdem fütterten und befischten wir den Platz weiter.

Tag 6: Donnerstag

Üblicher Ablauf. Wie jeden Tag warten wir auf die Nacht. Keiner von uns konnte ahnen, was da auf uns zu kam. Endlich konnte Max, nach dem wir 6 Aussteiger in folge hatten, nach einem langen Drill mit einigen Fluchten einen gewaltigen Schuppenkarpfen mit sagenhaften 24,50kg, das ist der bisherige Seerekord, landen. Nach dreimaligem Wiegen des neuen PB von Max, hörte man unsere Jubelschreie am ganzen See. Auf das Fotoshooting am nächsten Tag freuten wir uns tierisch. Bisher fingen wir alle Karpfen zwischen 9:00 und 4:30 Nachts. Ausser der Fisch von Alex, gefangen mit einer Kombi aus Tigernuss und Pop-Up Mais, bekamen wir alle anderen Bisse auf die Fugo-Boilies von CS-Baits.

Tag 7: Freitag

Tagsüber beobachteten wir wieder Fischbewegeung auf über 200m Entfernung im Mittelwasser, also raus mit 2 Montagen zu diesem Spot und den Glücksbringer gestreichelt. Was wird uns wohl in der letzten Nacht erwarten? Um 00:15 Uhr bekam ich einen Run auf die große Distanz. Beim Drill musste der Fisch zuerst über das Bojenseil der Wasserskifahrer herangebracht werden, dann durch ein Krautfeld gedrillt werden und leider stand der Fisch dann in 6 Meter Tiefe direkt vor uns in einem Krautfeld und vor einem kleinen Seerosenfeld.

Schnell ins Boot und unter dem Gelächter meiner lieben Kollegen ruderte ich einmal links, einmal rechts und drehte mich mit dem Boot. Der Fisch war dann schon vor dem Kescher von Max herangeholt worden, aber mit einem starken Schwanzflossenschlag verabschiedete sich der Spiegelkarpfen von geschätzten 15kg in die Tiefe des Sees. Als ob mich der See trösten wollte, konnte ich um 5:00 Uhr Früh noch einen schönen Schuppi mit 14kg von der Uferkante an der anderen Seeseite fangen.

Tag 8: Samstag

Wie immer ging auch diese schöne Woche am Fischwasser viel zu schnell vorüber und so traten wir am späten Vormittag die Heimreise an.

Positives sowie Negatives 

Positiv:

  • Schönes Gewässer
  • Zuverlässige Vermittlung
  • Super Karpfen
  • Schwer zu befischen, trotzdem eine super Boilie-Fischerei.

Negativ:

  • Von Mai bis Ende September wird täglich Wasserski gefahren. Das heißt es fährt die meiste Zeit ein hochmotorisiertes Boot den See auf und ab und der See wird mit deren Bojen der länge nach geteilt.
  • Hänge Gefahr

Aber wir werden bestimmt wieder kommen….

Peti Kurti